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Hans Scholl

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Vor 65 Jahren: Erste Gedenkfeier für die Opfer des studentischen Widerstands in München

München - Vor genau 65 Jahren, am 4. November 1945, fand in den Münchner Kammerspielen die erste Gedenkfeier für die Mitglieder der Weißen Rose statt. Das Universitätshauptgebäude lag noch in Schutt und Asche, als der wenige Tage zuvor von Wilhelm Hoegner als Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus berufene Franz Fendt bereits die Errichtung eines Denkmals für die Widerstandsgruppe um Hans und Sophie Scholl, Christoph Probst, Alexander Schmorell, Willi Graf sowie Prof. Kurt Huber forderte.

„Es ist eine Tatsache, dass ein großer Teil des deutschen Volkes in diesen furchtbaren Jahren nichts sehen wollte“, mahnte Josef Furtmeier im Namen des studentischen Freundeskreises in der Feierstunde. Die Flugblätter „sollten der Auftakt sein für eine an allen Universitäten einsetzende gemeinsame und plötzliche Erhebung, die auch andere Bewegungen mitreißen sollte“.

Der damalige Münchner Oberbürgermeister Karl Scharnagl betonte in seiner Ansprache, dass die Stadt stolz sei auf die „todesmutigen jungen Menschen“, die versucht hatten, „das deutsche Volk aus seiner Lethargie zu wecken“.

Der Religionsphilosoph Romano Guardini hob hervor, dass die Mitglieder der Weißen Rose „Christen aus Überzeugung“ gewesen seien: „Sie haben für die Freiheit des Geistes und für die Ehre des Menschen gekämpft, und ihr Name wird mit diesem Kampf verbunden bleiben. Zuinnerst aber fühlten sie sich hineingezogen in das Opfer Christi, das keine Begründung aus dem unmittelbaren Dasein mehr annimmt, sondern weiß, die letzten Entscheidungen fallen nur vor Gott und der letzte Sieg gehört Ihm allein.“

Zum Gedenken an die studentische Widerstandsbewegung Weiße Rose wurde im Lichthof der Universität 1958 eine Gedenktafel angebracht, 1988 entstand aus einer privaten Initiative ein Bodendenkmal vor dem Haupteingang der Universität.

1987 gründete sich die Weiße Rose Stiftung e.V. und 1997 wurde die DenkStätte Weiße Rose am Lichthof der Ludwig-Maximilians-Universität München eingeweiht, in der mit einer Dauerausstellung an die Widerstandsgruppe erinnert wird. Ergänzend präsentiert die Weiße Rose Stiftung e.V. wechselnde Sonderausstellungen zu einzelnen Protagonisten der Weißen Rose. Aktuell wird „Hans Scholl und die Weiße Rose“ gezeigt, ab 29. November 2010 ist eine Einzelausstellung zu Alexander Schmorell zu sehen. Im Jahr 2009 konnte die DenkStätte Weiße Rose rund 25 000 Besucher verzeichnen.

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