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Der Mensch soll ja nicht, weil alle Dinge zwiespltig sind, deshalb auch zwiespltig sein.

Sophie Scholl, 29.5.1940

Wanderausstellungen / Willi Graf

Entscheidung zum Widerstand

Willi Graf liest philosophische und religise Literatur. In seinen Aufzeichnungen notiert er Autoren wie Adalbert Stifter, Werner Bergengruen, Fjodor Dostojewski, Romano Guardini, Friedrich Hlderlin oder Rainer Marie Rilke. Inmitten der Brutalitt des Krieges findet er in der geistigen Welt der Bcher Halt und wichtige Inspiration.

Tagebuch-Faksimile 1942
Viele Tage und Wochen sind vergangen, man schlgt sich so durch, in des Wortes bester Bedeutung, man lebt recht primitiv, nur darf man es in seinem geistigen Leben nicht auch noch werden, und ich hte mich eigentlich davor am meisten, obwohl ich natrlich gar nicht mehr beurteilen kann, wie weit ich gesunken bin. Das wird sich erst herausstellen, wenn ich wieder in der anderen Welt sein sollte. Ich mchte soviel und so gerne lesen und etwas arbeiten, aber das ist so schwer wie selten etwas.
Aus einem Brief an seine Schwester Anneliese, Ruland 1. Februar 1942

Seit dem Frhjahr 1942 wchst in Willi Graf die berzeugung, sich dem NS-Regime aktiv widersetzen zu mssen. Seine Freunde im Grauen Orden in der Mnchner Siegfriedstrae wohnt damals unter anderem Fritz Leist whlen hingegen bewut die innere Emigration. Die Begegnung mit Hans Scholl und der Weien Rose lst ihn aus seiner Einsamkeit und Isolation.

Am 13. Juni 1942 erwhnt er zum ersten Mal eine Begegnung mit Hans Scholl in seinem Tagebuch: hoffentlich komme ich fter mit ihm zusammen.

Die freie Entscheidung entsprach in jedem Fall der gemeinsamen Haltung. [...] Aber gerade dieses unterschiedliche Ergebnis der Entscheidung war fr Willi eine schwere Last. Fr ihn war ja diese Entscheidung nicht aus einer pltzlichen Emotion entsprungen, sie lag seit langem in der Luft, um so schmerzlicher aber dann fr ihn die Erfahrung, die Entscheidung in ihrer vollen Tragweite wirklich ganz allein, zurckgeworfen auf die einsame Stimme des Gewissens, ohne schtzende Refugien tragen zu mssen.
Aus einem Brief von Walter Kastner, eines engen Freundes von Willi Graf 1942/43, der auch die Geschwister Scholl kannte, an Anneliese Knoop-Graf, 18. Mai 1986

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