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Ich kann es nicht begreifen, da nun dauernd Menschen in Lebensgefahr gebracht werden von anderen Menschen. Ich kann es nie begreifen und finde es entsetzlich. Sag nicht, es ist frs Vaterland.

Sophie Scholl, 5.5.1939

Wanderausstellungen / Willi Graf

Willi Graf und die Weie Rose

Seit Dezember 1942 beginnt Willi Graf an der Verteilung der Flugbltter mitzuwirken, die zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus aufrufen. Zum Sturz des Regimes spricht er sich fr den Einsatz von Waffen aus.

Das Haus in der Mandlstr. 1, heute Nr. 28
Bei den Gesprchen in meiner Wohnung in Saarbrcken Ende Dezember 1942 wuten wir uns einig in der Auffassung: da der Krieg schon verloren sei und da der Krieg nicht gewonnen werden drfe; da aktiver und passiver Widerstand geleistet werden msse, entgegen der Auffassung der Kirchen, untertan sein zu mssen gegenber der obrigkeitlichen Gewalt, auch wenn sie bse ist; da wir die Waffen, die wir uns beschafften, auch gebrauchen wollten und da unser Hauptziel die Ttung Hitlers sei. [...] Willi erklrte mir die Auffassung der Mnchener Gruppe: Der Krieg an der Front msse zu Ende gehen, indem die Generle sich mit den Alliierten verstndigten und in Richtung Heimat marschierten um die Nazis zu berwinden. Das sei dann die Stunde der rtlichen Widerstandsgruppen, die berall sofort die Nazi-Befehlszentralen beseitigen mten, was aber sorgfltig, auch psychologisch (deshalb die Flugbltter) vorbereitet werden msse.
Aus einem Brief Heinz Bollingers an Anneliese Knoop-Graf nach 1945.

Willi Graf erweitert die Wirkungsbasis der Weien Rose durch Kontakte, die er in Kln, Bonn, Freiburg i. Br. und Saarbrcken im alten Freundeskreis knpft.

Ich gebe zu, da ich auf Anregung des Hans Scholl diese Reise nach Bonn und Freiburg unternommen habe, um dortselbst Mittelsleute aus meinem Bekanntenkreis zu suchen, die sich evtl. an der Verbreitung unserer Flugbltter beteiligen wrden. Die Fahrtkosten habe ich aus meiner Tasche bestritten. Ich versichere, meinen Bekannten in Bonn gegenber mit keinem Wort von unserer Flugblattpropaganda gesprochen zu haben. [...] Da Bollinger aus seiner grundstzlichen Einstellung heraus es ablehnte, sich mit der Sache zu befassen, habe ich ihm keines der Flugbltter, wovon ich drei Exemplare bei mir hatte, gezeigt. [...] Ohne mich richtig zu Wort kommen zu lassen, erklrte mir Bollinger, da er grundstzlich mit einer solchen Sache nichts zu tun haben wolle.
Aus dem Gestapo-Verhrprotokoll 1. Mrz 1943.

Im Januar und Februar 1943 ist Willi Graf gemeinsam mit Hans Scholl und Alexander Schmorell nachts in Mnchen unterwegs, um an Hausfassaden, an der Feldherrnhalle und am Bayerischen Innenministerium Parolen gegen die Nationalsozialisten anzubringen.

Verabredungsgem traf ich am Abend des 8.2.43 gegen 23 Uhr, vielleicht auch etwas spter, mit Hans Scholl an dessen Wohnung, Franz Josephstrasse 13, zusammen. Scholl war mit einem Farbkbel und Pinsel ausgestattet, welche Gegenstnde er, in ein Papier eingewickelt, in der Hand hatte. Wir gingen von der Wohnung Scholl aus durch die Franz Joseph- Leopoldstrasse zur Universitt, wo Scholl sofort begann, am Eingang (Ludwigstrasse) die bekannten Aufschriften anzuschmieren. Meines Wissens hat er 4 oder 5 Mal mit sehr grossen Buchstaben das Wort Freiheit angeschrieben. Whrend der Ttigkeit des Scholl ging ich vor dem Brunnen bzw. der Anlage vor dem Universitts-Eingang auf und ab, um Scholl vor einer etwaigen berraschung zu schtzen. Es war an jenem Abend ziemlich dunkel, [ich] habe aber trotzdem die von Scholl angeschmierten Aufschriften gesehen, denn ich ging ab und zu an den Eingang zur Universitt hinber, um mich von dem Stand der Dinge zu berzeugen. Da Scholl bei der gleichen Gelegenheit unter Verwendung einer Schablone, auch die Worte Nieder mit Hitler am Eingang zur Universitt angeschrieben hat, habe ich nicht wahrgenommen. Auch die Schablone habe ich an diesem Tag nicht gesehen.Von der Universitt gingen Scholl und ich nach Hause, es war dies etwa um 1 Uhr frh.Sonstige sachdienliche Angaben habe ich nicht mehr zu machen.
Aufgenommen: KOS
S.g.u.u. Wilhelm Graf

Aus dem Gestapo-Verhrprotokoll 2. Mrz 1943.

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