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"In den Vorlesungen von Prof. Huber hrte man wirklich zu, dachte mit und entdeckte, da er vieles sagte, was auf die augenblicklichen Zustnde bezogen, doppelt aufhorchen lie."

Angelika Probst, 1947

Geschichte / Mitglieder

Alexander Schmorell

Unruhe, furchtbare Unruhe ist der Hauptzug in meinem hiesigen Leben. Ich wrde es hier nicht mehr aushalten, htte ich nicht hier einige Verpflichtungen. Nur diese geben mir das moralische Recht hier zu bleiben.

Alexander Schmorell, 9. Dezember 1942

Alexander Schmorell
Alexander Schmorell wurde am 16. September 1917 in Orenburg/Ural geboren.

Seine Mutter war Russin und starb, als er ein Kleinkind war. Der Vater, ein deutscher Arzt, zog 1921 nach Mnchen mit seinem kleinen Sohn und dem russische Kindermdchen, das in Alexanders Entwicklung die Stelle der kaum gekannten Mutter einnahm. Da sie nur wenig Deutsch sprach, wuchs Alexander zweisprachig auf. Doch Russisch, die Sprache der ersten Jahre, der Kinderlieder und Gebete, war seine eigentliche Muttersprache.

Nach dem Abitur wurde er zum Reicharbeitsdienst, dann zur Wehrmacht einberufen.

Als Alexander Schmorell den vorgeschriebenen Eid auf Adolf Hitler leisten sollte, bat er vergeblich um Entlassung aus der Wehrmacht. Drill und Uniformitt des Militrlebens widerstrebten seinem Unabhngigkeits- und Freiheitsbedrfnis. Diese Auseinandersetzung machte Alexander zum entschiedenen Gegner des NS-Regimes.

1939 begann er in Hamburg das Medizinstudium und begegnete Traute Lafrenz, die spter mit ihm in Mnchen Medizin studierte und im Herbst 1942 das III. Flugblatt der Weien Rose nach Hamburg brachte.

Alexander Schmorell lernt Hans Scholl im Herbst 1940 in der 2. Studentenkompanie kennen und ldt ihn ab Anfang 1941 in sein Elternhaus in Mnchen-Harlaching ein. Gleichgesinnte versammeln sich, lesen und diskutieren theologische, philosophische und literarische Werke.

Mit den Freunden aus dem Kreis der Weien Rose wird Alex zur Feldfamulatur an die Ostfront abkommandiert. Alexander erlebt den Einsatz im Feindesland als Heimkehr. Er knpft Kontakte und fhrt Gesprche mit russischen Dorfbewohnern.

In Mnchen ist Alexander Schmorell seit Beginn an allen Aktionen der Weien Rose mageblich beteiligt. Die ersten Flugbltter verfassen er und Hans Scholl. Von ihm stammt der Teil des II. Flugblatts, der den Mord an den Juden erstmals ffentlich macht.

Nach der Verhaftung der Geschwister Scholl wird Alexander Schmorell steckbrieflich gesucht. Alle Fluchtbemhungen scheitern trotz risikoreicher Hilfe aus dem Freundeskreis.

Am 24. Februar wird er whrend eines Bombenangriffes in einem Mnchner Luftschutzkeller von einer Bekannten erkannt, verraten und festgenommen. Am 19. April 1943 verurteilt der Volksgerichtshof unter Roland Freisler im zweiten Proze gegen die Weie Rose Alexander Schmorell zum Tode. Im Gefngnis Mnchen-Stadelheim wird er am 13. Juli 1943 durch das Fallbeil hingerichtet.

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