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"Ich hoffte instndig, da er doch noch schweigen und in Stille warten mchte, bis die ungeistige Flut vorber war und der reine Flu wieder ans Tageslicht trat. Das war wohl zu stlich gedacht. Kurt Huber mute einen anderen Weg gehen."

Mirok Li, Student

Geschichte / Mitglieder

Willi Graf

Jeder Einzelne trgt die ganze Verantwortung. Fr uns aber ist es die Pflicht, dem Zweifel zu begegnen und irgendwann eine eindeutige Richtung einzuschlagen.

Willi Graf, 6. Juni 1942

Willi Graf
Willi Graf wurde am 2. Januar 1918 in Kuchenheim/Kreis Euskirchen geboren und wuchs in Saarbrcken in einem katholisch geprgten Elternhaus auf. Nach der vom Nationalsozialismus verordneten Auflsung konfessioneller Jugendverbnde schlo er sich 1934 dem Grauen Orden an, der sich aus ehemaligen Mitgliedern sdwestdeutscher Bnde entwickelte. In diesem Kreis erhielt Willi entscheidende Impulse. Es wuchs die berzeugung, sich konsequent dem Regime verweigern zu mssen. Der Hitlerjugend ist er trotz aller Drohungen und Ntigungen nie beigetreten. (Wegen seiner Teilnahme an illegalen Fahrten, Lagern und Zusammenknften wurde er im Januar 1938 drei Wochen lang inhaftiert und mit 17 weiteren Mitgliedern des Grauen Ordens vor dem Sondergericht Mannheim wegen "bndischer Umtriebe" angeklagt.)

Nach einer halbjhrigen Pflichtzeit im Reichsarbeitsdienst begann Willi Graf im Wintersemester 1937/38 sein Medizinstudium in Bonn.

Im Januar 1940 wurde er als Sanitter zur Wehrmacht eingezogen. In Jugoslawien, Polen und Ruland erlebte er die Not der Zivilbevlkerung im Krieg, hrte von Kriegsgreueln und Mordaktionen an Juden.

Ab April 1942 kann er in Mnchen in der 2. Studentenkompanie sein Studium fortsetzen. Mitte Juni 1942 lernt er Alexander Schmorell, die Geschwister Scholl, Christoph Probst und spter Prof. Kurt Huber kennen.

Im Juli 1942 wird er zusammen mit Hans Scholl und Alexander Schmorell, die bereits im Juni die ersten Flugbltter der Weien Rose verfat und verteilt hatten, fr drei Monate an die Ostfront abkommandiert. Zum Wintersemester 1942/43 kehren Graf, Schmorell und Scholl nach Mnchen zurck. Willi hat sich endgltig fr die Beteiligung an den Widerstandsaktionen der Weien Rose entschieden. Er hilft beim Herstellen und Verteilen des V. und VI. Flugblatts und malt nachts mit Hans Scholl und Alexander Schmorell Freiheitsparolen an ffentliche Gebude. Zudem bernimmt er die Aufgabe, den Widerstand ber Mnchen hinaus auszuweiten.

Nach der Festnahme der Geschwister Scholl wird Willi Graf schon am Abend des 18. Februar 1943 mit seiner gleichfalls in Mnchen studierenden Schwester Anneliese in der gemeinsamen Wohnung verhaftet.

Am 19. April 1943 verurteilt ihn der Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode. Nachdem die Gestapo monatelang versucht hat, Namen von Mitwissern aus Willi Graf herauszupressen, wird er am 12. Oktober 1943 durch das Fallbeil hingerichtet.

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