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"So ein herrlicher sonniger Tag, und ich soll gehen. Aber wieviele mssen heutzutage auf den Schlachtfeldern sterben, wieviel junges, hoffnungsvolles Leben...
Was liegt an meinem Tod, wenn durch unser Handeln Tausende von Menschen aufgerttelt und geweckt werden."

Sophie Scholl, 22. Februar 1943

Geschichte / Mitglieder

Hans Leipelt

Hans wollte ein guter Deutscher sein. Ungeist, Unfreiheit und Willkr der nationalsozialistischen Diktatur, Rechtlosigkeit und Verfolgung seiner Familie trieben ihn in den Widerstand.

Marie-Luise Schultze-Jahn, 1994

Hans Leipelt
Hans Leipelt wurde am 18. Juli 1921 in Wien geboren. Die Mutter Katharina, geb. Baron, war promovierte Chemikerin, ein fr Frauen damals ungewhnlicher Studienabschlu. Katharina Leipelt stammte aus einer christlichen Familie jdischer Herkunft. Hans und seine nach der bersiedelung der Familie 1925 in Hamburg geborene Schwester Maria wurden protestantisch erzogen, konfirmiert und lebten relativ unbeschwert, bis 1935 die Nrnberger Rassegesetze der Nationalsozialisten die Geschwister zu "jdischen Mischlingen 1. Grades", die Mutter zur "privilegierten Volljdin" stempelten.

Hans machte schon 1938 in Hamburg Abitur. Er meldete sich freiwillig zur Wehrmacht und nahm am Krieg gegen Polen und Frankreich teil. Im August 1940 wurde er aus "rassischen" Grnden aus der Wehrmacht entlassen. Im September 1940 begann er in Hamburg das Studium der Chemie und lernte unter anderen politisch Gleichgesinnten Heinz Kucharski und Margarete Rothe kennen.

Ab Sommer 1941 studierte er am Chemischen Institut der Universitt Mnchen. Dort ignorierte der Nobelpreistrger Professor Heinrich Wieland die rassistischen Studienbedingungen. Hans Leipelt lernte seine sptere Vertraute Marie-Luise Jahn kennen.

Am 19. Juli 1942 wurde die Gromutter nach Theresienstadt deportiert und dort ermordet. Fast zur gleichen Zeit wurde seine Schwester Maria von der ffentlichen Schule verwiesen. Am 23. September starb der Vater. Mit dem Tod des "arischen" Elternteils war die Familie schutzlos. Hans Leipelt erhlt Ende Februar 1943 mit der Post das VI. Flugblatt der Weien Rose. Mit Marie-Luise Jahn vervielfltigt er das Flugblatt. "Und ihr Geist lebt trotzdem weiter!" schreiben sie ber den Text und bringen die Flugbltter nach Hamburg. Auch der Hamburger Freundeskreis verbreitet sie.

Nach der Verhaftung von Professor Huber sammeln Hans Leipelt und Marie-Luise Jahn Geld, das sie der mittellosen Frau Huber anonym zukommen lassen. Die Geldsammlung wird denunziert. Hans Leipelt wird am 8. Oktober 1943 verhaftet, wenig spter auch Marie-Luise Jahn und sieben weitere Freunde. Prof. Wieland sorgt fr Rechtsbeistand. Leipelts Schwester Maria und die Mutter werden in Hamburg ebenfalls verhaftet. Am 9. Dezember 1943 kommt Katharina Leipelt im Gefngnis Fuhlsbttel auf ungeklrte Weise ums Leben. Hans Leipelt wird am 13. Oktober 1944 in Donauwrth vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt, Marie-Luise Jahn zu 12 Jahren Zuchthaus. Am 29. Januar 1945 wird Hans Leipelt in Mnchen-Stadelheim hingerichtet.

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