Mitglieder der weißen Rose
Logo der Weiße Rose Stiftung e.V. mit Link zur Startseite
Weiße Rose Stiftung e.V.
english english english english
Aktuelles und Veranstaltungen
Widerstandsgruppe Weiße Rose
Weiße Rose Stiftung e.V.
DenkStätte Weiße Rose
Führungen und Seminare
Pädagogisches Material
Projekte
Ausstellungsverleih
Rahmenprogramm Ausstellung
Ausstellung Willi Graf
Ausstellung Prof. Kurt Huber
Ausstellung Traute Lafrenz
Ausstellung Hans Leipelt
Ausstellung Onkel Emil
Ausstellung Christoph Probst
Ausstellung Alexander Schmorell
Ausstellung Hans Scholl
Internationaler Verleih
Presse
Literatur
Links
Newsletter / RSS
Freunde und Förderer
Kontakt
Impressum

Netzwerk Weiße Rose


Jeder einzelne Mensch hat einen Anspruch auf einen brauchbaren und gerechten Staat, der die Freiheit des Einzelnen als auch das Wohl der Gesamtheit, sichert.

Flugblatt III

Wanderausstellungen / Prof. Kurt Huber

Philosoph und akademischer Lehrer

Im Wintersemester 1942/43 hlt Huber eine dreistndige Hauptvorlesung Systematische Einfhrung in die Philosophie. In seinen Ausfhrungen spricht er ausfhrlich ber die politische Idee der Gedankenfreiheit bei Spinoza. Baruch Spinoza wird unter NS-Philosophen als Talmudjude diffamiert.
Seine im November 1942 gehaltene Philosophie-Vorlesung Leibniz, der Deutsche und Europer nutzt Huber, um den antiabsolutistischen Staatsbegriff von Leibniz mit der nationalsozialistischen Politik zu kontrastieren.

Ehemalige Studenten erinnern sich an regimekritische Anspielungen, die Kurt Huber, rhetorisch kunstvoll getarnt, immer wieder in seine Vorlesungen einflieen lie.

War es damals blich, Denker wie Spinoza, Husserl u.a. entweder totzuschweigen oder negativ zu beurteilen (...) so lie ihnen Professor Huber stets, die Gefahr, die er sich dabei aussetzte, bewut miachtend, die Gerechtigkeit und Verehrung zuteil werden, die ihnen gebhrt. Manchmal fgte er lchelnd hinzu, wenn er ihre Werke zitierte, er ist Jude, Vorsicht, da man sich nicht vergiftet!
Aus den Erinnerungen von Hermine Maier, ehemalige Studentin von Prof. Huber

Seine Vorlesungen in Philosophie und Musikwissenschaft faszinieren Studenten aller Fakultten.
Huber pflegt einen offenen Umgang mit seinen Studenten. Zur Sprechstunde ldt er auch zu sich nach Hause ein. In privater und freundschaftlicher Atmosphre entstehen intensive Diskussionen.

Gerade in diesen Privatgesprchen erreichte Professor Huber seine hchsten Leistungen als Lehrer vertieften Denkens. Hier konnte er, besser als im Hrsaal, den Einzelnen bis zur letzten Erforschung seiner Einflle und Gedankenkonzeptionen zwingen. (...) Seine Hflichkeit (...) war nie Konvention. Fr Schmeichelei war er absolut unzugnglich. Seine Wertesicherheit war klar, vernnftig und unbeirrbar. Damit reicht der Einflu seiner Erziehung im Denken ber das abstrakt Denkerische hinaus und gewinnt auch praktische Bedeutung in den verschiedensten Situationen.
Aus den Erinnerungen von Hermine Maier, ehemalige Studentin von Prof. Huber

Am 3. Juni 1942 lernt Huber auf einem privaten Leseabend Hans Scholl kennen. Scholl wird auf Huber aufmerksam und besucht nun seine Vorlesungen. Auch seine Schwester Sophie beginnt im Frhjahr 1942 mit dem Studium der Philosophie.
Der Andrang zu den Vorlesungen von Prof. Huber ist so hoch, dass der vorgesehene Platz auf dem letzten Blatt der Einschreibeliste nicht mehr ausreicht und Hans Scholl sich und seine Schwester Sophie an den Rand des Blattes eintrgt.

Einige Zeit spter kam er (Hans Scholl) mit einigen Freunden in mein Kolleg und bat mich, gelegentlich dort hren zu drfen, da er als Mediziner keine Zeit fr die Belegung des Kollegs hatte. Dem Ersuchen des Scholl habe ich zugestimmt und ihn gelegentlich nach dem Kolleg gesprochen. Dabei lud er mich ein, einmal mit ihm in die Villa Schmorell zu gehen, was ich zusagte.
Aus dem Vernehmungsprotokoll von Kurt Huber, 27. Februar 1943, Blatt 8

 Zur Bildergalerie Mehr Bilder ...

Drucken
Zurück ...