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Unsere innere Kraft und Strke ist unsere strkste Waffe.

Hans Scholl, 27.11.1937

Wanderausstellungen / Prof. Kurt Huber

Professor im Dritten Reich

Die reichsweite Bcherverbrennung am 10. Mai 1933 ist eine der spektakulrsten Aktionen, mit der die nationalsozialistische Regierung politische Suberungen durchzusetzen beginnt. Nach einem 4-wchigen Aufklrungsfeldzug wider den undeutschen Geist ruft auch die Mnchner Studentenschaft zum Verbrennungsakt am Knigsplatz auf.

Ab 1933 ermglicht die Gesetzgebung des Dritten Reiches die berwachung, Diskriminierung und sofortige Entlassung zahlreicher Professoren, Assistenten und Studenten. Bis 1939 ist etwa die Hlfte der Lehrsthle an der Universitt Mnchen neu zu besetzen. Jdische Studenten sind weitgehend vertrieben.

Phnomenologie und Neukantianismus philosophische Hauptstrmungen dieser Zeit werden ab 1933 verdrngt. Der Phnomenologe Dietrich von Hildebrand, einer der ersten Schler Husserls, muss die Universitt Mnchen verlassen und emigriert spter in die USA. Der Neukantianer Richard Hnigswald wird zwangspensioniert. Nach fnfwchiger Internierung im KZ Dachau emigriert auch er in die USA. 1934 bernimmt Wolfgang Schultz als politisch zuverlssiger Vertreter arteigenen Denkens dessen Ordinariat.
Hans Alfred Grunsky, glhender Nationalsozialist, dessen Habilitation 1930 am Juden Hnigswald scheiterte, erhlt 1937 von Hitler persnlich die Professur fr Philosophie. Damit wird er Nachfolger von Alexander Pfnder, der die Mnchner Schule der Phnomenologie begrndete. Pfnder hatte vergeblich Kurt Huber als seinen Nachfolger vorgeschlagen.
Prof. Kurt Huber bleibt eine ordentliche Professur zeitlebens verwehrt.

Im Frhjahr 1937 wird Kurt Huber vom Reichserziehungsministerium als kommissarischer Abteilungsleiter fr Volksmusik an das Staatliche Institut fr Deutsche Musikforschung in Berlin berufen. Doch seine Anstellung wird erneut von der Parteibrokratie hintertrieben: das fr Weltanschauungsfragen zustndige Amt Rosenberg lehnt ab.
Im Herbst 1938 kehrt Huber mit seiner Familie wieder nach Mnchen zurck. Dort setzt er seine Lehrttigkeit an der Universitt fort. Im Mai 1940 wird er zum verbeamteten auerplanmigen Professor ernannt, nachdem er am 1. April 1940 die Aufnahme in die Partei beantragt hatte. Das monatliche Gehalt verdoppelt sich.

Als wir von dort (Berlin) nach Zerschlagung aller Hoffnungen und mit der Schuldenlast fr zwei groe Umzge, die entgegen der Zusicherung nicht ersetzt wurden, wieder nach Mnchen zurckkehrten, muten wir froh sein, da er dank der Bemhungen treuer Freunde in seine alte, fr seine Begabung und Leistung allzu untergeordnete Stellung zurckkehren konnte. (...) Aber das Entscheidende war fr ihn der immer schmhlichere Zwang, der sich auf das ganze geistige Leben Deutschlands legte, die Verlogenheit und Schamlosigkeit, mit der jede Ehrfurcht vor der wahren deutschen Kultur systematisch unterwhlt wurde, die Zerstrung jedes Rechtslebens, jeder Freiheit.
Aus den Erinnerungen von Clara Huber

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