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Jeder einzelne Mensch hat einen Anspruch auf einen brauchbaren und gerechten Staat, der die Freiheit des Einzelnen als auch das Wohl der Gesamtheit, sichert.

Flugblatt III

DenkSttte / Dauerausstellung

Mnchen Hauptstadt der Bewegung

Am 2. August 1935 verleiht Hitler Mnchen den Titel "Hauptstadt der Bewegung".
1920 wurde die NSDAP in Mnchen gegrndet.

Skizzen zur Ausstellung von Otl Aicher
In der Nacht vom 8. auf den 9. November 1923 proklamierte Hitler im Brgerbrukeller mit einem Schu in die Decke die "nationale Revolution". Der Marsch auf die Feldherrnhalle am folgenden Tag sollte die Machtbernahme in Bayern bringen. Hitler kopierte Mussolinis Marsch auf Rom. Die bayerische Landpolizei scho scharf. Hitler floh, sechzehn seiner Anhnger und drei Polizisten starben.
In einer Justizfarce, der Richter suchte vor allem nach Entlastungsgrnden fr den Angeklagten, wurde Hitler zu fnf Jahren Festungshaft verurteilt, von denen er nur komfortable neun Monate in Landsberg verbrachte. Hier diktierte er Rudolf Hess "Mein Kampf".
Am 9. November 1933, nach der Machtbernahme, wird aus dem gescheiterten Marsch auf die Feldherrnhalle ein Triumphzug, angefhrt von den "Blutordenstrgern" mit der "Blutfahne".
Am 30. Juni 1934, beim sogenannten Rhm Putsch, lt Hitler Hunderte "alter Kmpfer" und andere vermeintliche Gegner erschieen. Diese und andere Morde bleiben ungeshnt. Der Marsch am 9. November entfllt in diesem Jahr.
Am 9. November 1935 werden die Srge der 16 Blutzeugen der Bewegung von der Reichswehr durch einen Fahnenwald an rauchenden Pylonen vorbei zu den Ehrentempeln am Knigsplatz gebracht. Dort werden sie zur ewigen Wache aufgestellt. Mnchen hat die Kultsttte der Bewegung.
In den Jahren 1934/35 wird der Knigsplatz mit Granitplatten belegt. Der noble, klassizistisch gestaltete Platz Ludwig I. wird zu einem regelmig gerasterten Aufmarschgelnde, einem Forum fr nationale Kundgebungen und Feiern. Er wird in "Kniglicher Platz" umbenannt. Die Mnchner nennen ihn "Plattensee".
An der Ostseite werden die noch heute stehenden Parteihuser gebaut. Nicht weit davon liegt das "Braune Haus", der offizielle Sitz der Partei und ihres Fhrers.
Diese Bauten sollen Zentrum einer knftigen imperialen Hauptstadt der Bewegung sein.

Mnchen Hauptstadt der Deutschen Kunst
1933 wird der Grundstein zum Haus der Deutschen Kunst gelegt. ber dem Eingang steht Hitlers Wort: "Kunst ist eine erhabene und zum Fanatismus verpflichtende Mission."
Mit diesem Bau will Hitler Mnchen wieder zur Kunststadt Deutschlands machen, wie zu Zeiten Ludwig I.
Hier wird von 19371944 jhrlich "Deutsche Kunst" ausgestellt. Diese "...soll und wird wie alle schpferischen Werte eines Volkes eine ewige sein."
Erhaben und ewig sind fr Adolf Hitler nur historische Baustile, vor allem Klassizismus und Renaissance. Moderne Kunst ist "verwirrender Schwindel".
1937 wird das von Professor Troost gebaute Haus der Deutschen Kunst eingeweiht. Die Stadt Mnchen wird zur Kulisse: Fahnen und Dekorationen verdecken und verwandeln die Stadt. In einem langen Festzug werden am "Tag der Deutschen Kunst" "2000 Jahre Deutsche Kultur" auf von Pferden gezogenen Festwagen durch Mnchen bewegt.
Im Gegensatz zum "klaren und wahren" Wesen deutscher Kunst steht die "entartete" Kunst, die Moderne. Sie wird in den Hofgarten Arkaden gezeigt und ist dort eng und verwirrend aufgehngt. Gehssige Parolen kommentieren sie.
Die Suberung des Kunsttempels, von der "Nationalistischen Gesellschaft fr Deutsche Kultur" schon 1927 gefordert, ist vollzogen und findet in der Bevlkerung breite Zustimmung.

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