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Siehst Du, dies ist doch das Eigentliche, was allem Tun noch einen Sinn und Wert gibt, da es noch Menschen gibt, mit denen man zusammen leben kann, weil sie gleiche Anschauungen haben.

Willi Graf, 15.6.1941

Wanderausstellungen / Prof. Kurt Huber

Studium und Familie

Kurt Ivo Theodor Huber wird am 24. Oktober 1893 in Chur in der Schweiz als Kind deutscher Eltern geboren. Mit drei Geschwistern wchst er in Stuttgart auf.
Seine musikalische Begabung wird von den Eltern gefrdert. Die Mutter gibt ihrem Sohn Klavierunterricht, der Vater vermittelt die ersten Grundlagen in Harmonielehre und Kontrapunkt.
Bereits mit 12 Jahren komponiert Kurt Huber Lieder und Chre zur Auffhrung eines Mrchens, das seine Mutter schrieb und inszenierte.
1912 macht er am humanistischen Eberhard-Ludwigs-Gymnasium in Stuttgart das Abitur.

Nach dem frhen Tod des Vaters zieht die Familie 1912 nach Mnchen. Zum Wintersemester beginnt Kurt Huber sein Studium der Hauptfcher Musikwissenschaften, Philosophie und Psychologie an der Universitt. 1917 promoviert er im Fach Musikwissenschaften. Mit 27 Jahren habilitiert er sich in Philosophie und Psychologie und wird a.o. Professor. 1920 erhlt er vom Bayerischen Staatsministerium fr Unterricht und Kultus die Lehrbefugnis fr Philosophie. Bis 1937 arbeitet er als wissenschaftlicher Assistent.

Ein gering bezahlter, vierstndiger Lehrauftrag fr experimentelle und angewandte Psychologie bildet zunchst die einzige Einkommensgrundlage. 1928 bis 1932 erhlt Kurt Huber Vertretungen bei Lehramtsprfungen in Psychologie und Philosophie, Ende 1933 einen Sonderlehrauftrag fr philosophische Methodenlehre.
1929 heiratet er Clara Schlickenrieder, 1930 kommt eine Tochter, neun Jahre spter ein Sohn zur Welt. Die Familie wohnt in der Ungererstrae 86. Kurt Huber verdient weniger als 300 Reichsmark im Monat, kaum mehr als der damalige Wehrsold fr Angehrige der Studentenkompanie.

Die Inflation raubte seiner (...) wie so vielen anderen deutschen Familien den ererbten, sichernden Wohlstand. Von da ab sind wirtschaftliche Unsicherheiten und Geldsorgen nie mehr aus seinem Leben verschwunden. (...) Ich glaube, wenige Auenstehende machen sich einen Begriff davon, wie einfach und oft sorgenreich das uere Leben vieler junger deutscher Gelehrter ist, nur dem ertragbar, den ein schrankenloser Idealismus erfllt: Unermdliche Arbeit, unberechenbarer Aufstieg, oft jahrzehntelang durch Miverstndnis oder unglckliche Zuflle ohne sichtbaren Erfolg, krgliche Besoldung, die nur durch immer neue, anstrengende Nebenarbeiten auf ein lebensmgliches Ma gehoben werden kann. Vor 1939 hatte ein deutscher Dozent als solcher berhaupt keine dienstliche Einnahme und nachher war sie oft von politischer Willkr abhngig.
Aus den Erinnerungen von Clara Huber.

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