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"In den Vorlesungen von Prof. Huber hrte man wirklich zu, dachte mit und entdeckte, da er vieles sagte, was auf die augenblicklichen Zustnde bezogen, doppelt aufhorchen lie."

Angelika Probst, 1947

Wanderausstellungen / Christoph Probst

Verhaftung und Prozess

Christoph Probst wird am 19. Februar 1943 in Innsbruck verhaftet, als er auf der Geschftsstelle der Studentenkompanie seinen Lohn abholen und nach der Geburt seiner Tochter Urlaub beantragen mchte.

Aus dem Chefzimmer ertnte kurz darauf groes Gebrll, Worte waren jedoch nicht verstndlich. Probst kam nach einiger Zeit in sehr verndertem Zustand, bleich und zusammengebrochen, wieder heraus. Es wurde ihm bedeutet, in der Schreibstube zu warten. Nach einiger Zeit erschienen einige Gestapobeamte in Zivil mit einem Koffer und nahmen ihn mit sich in das Chefzimmer. Etwas spter wurde er in Zivilkleidern (er hatte vorher Uniform getragen) und mit Handschellen gefesselt herausgefhrt. Die Gestapobeamten bestiegen mit ihm zusammen ein Personenauto und fuhren davon.
Mndliche Mitteilung des damaligen Hilfsschreibers Horst Meyer an Hellmuth Auerbach, zitiert nach Christian Petry: Studenten aufs Schafott. Die Weie Rose und ihr Scheitern, Mnchen 1968

Nach den Verhren von Hans und Sophie Scholl am 18. und 19. Februar 1943 war fr die Gestapo die Mitwirkung von Christoph Probst erwiesen. Vergeblich versucht Probst im Verhr am 20. Februar 1943, sein Manuskript mit einer Depression zu erklren.
Die Verhandlung vor dem Volksgerichtshof beginnt am 22. Februar 1943 um 10 Uhr im Mnchner Justizpalast. Der Pflichtverteidiger stellt den Antrag, das Verfahren gegen Probst nicht zu erffnen. Probst habe seine depressiven Gedanken ohne politische Absicht formuliert. Doch Roland Freisler, Prsident des Volksgerichtshofs, fllt auch fr Probst das Todesurteil. Wegen Feindbegnstigung, Hochverrat und Wehrkraftzersetzung werden Hans Scholl, Sophie Scholl und Christoph Probst gegen 17 Uhr im Gefngnis Mnchen-Stadelheim enthauptet. Noch am selben Tag wird Christoph Probst aus allen deutschen Hochschulen ausgeschlossen.

Christoph Probst kann sich von seiner Familie nicht mehr verabschieden. Erst durch Traute Lafrenz und Werner Scholl erfhrt Herta Probst, dass ihr Mann zum Tode verurteilt wurde. Vergeblich reicht sie ein Gnadengesuch ein.
Vor seiner Hinrichtung lsst sich Probst katholisch taufen. Der Mnchner Kaplan Heinrich Sperr spendet ihm in der Gefngniszelle die Taufe und reicht ihm die Kommunion. In der verbleibenden Zeit schreibt er drei Abschiedsbriefe. Seine Mutter, seine Schwester und seine Frau drfen die Briefe nur lesen. Sie schreiben sie spter aus dem Gedchtnis
nieder. Bis heute sind die Briefe verschollen.
Christoph Probst wird am 24. Februar 1943 auf dem Friedhof am Perlacher Forst in Mnchen neben den Grbern von Hans und Sophie Scholl beerdigt.
Harald Dohrn wird am 13. Juli 1943 im dritten Prozess gegen die Weie Rose aus Mangel an Beweisen freigesprochen.
Am 28. April 1945 hrt Dohrn mit seinem Schwager Hans Quecke den Radioaufruf der Freiheitsaktion Bayern und wird denunziert. Unmittelbar
vor dem Einmarsch der amerikanischen Truppen ordnet Gauleiter Giesler im Mnchner Zentralministerium ihre Erschieung an. Mehr als 150 Personen werden im Zuge der Niederschlagung der Freiheitsaktion am 28. und 29. April 1945 in Mnchen ermordet.

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