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"Aber weil ich die Gefahr selbst gewhlt habe, mu ich frei, ohne Bindung, dorthin steuern, wohin ich es haben will. Irrwege bin ich schon viele gegangen, und ich wei es."

Hans Scholl an Rose Ngele, 16.2.1943

Wanderausstellungen / Traute Lafrenz

Jugend und Studium

Traute Lafrenz wird am 3. Mai 1919 in Hamburg als jngste der drei Tchter von Carl und Hermine Lafrenz geboren. Die Eltern denken deutsch-national und legen Wert auf literarische und historische Bildung.

Traute Lafrenz besucht die Lichtwarkschule in Hamburg. Ihre Lehrerin Erna Stahl unterrichtet auch nach 1933 weiter im Sinne der reformpdagogischen Tradition der Schule. 1935 wird sie an eine andere Schule strafversetzt. 1937 wird die Lichtwarkschule aufgelst.
Auch nach ihrer Strafversetzung ld Erna Stahl weiter zu privaten Leseabenden ein. Traute Lafrenz, Heinz Kucharski und spter Margaretha Rothe gehren dazu. Sie beschftigen sich mit Malerei und Literatur, die nach 1933 als entartet gilt.

Als Erna Stahl dann strafversetzt wurde, hat sie uns zu Leseabenden eingeladen. Geschichte und viele damals dann natrlich nicht mehr erlaubte Autoren und Knstler haben wir durch sie auf ganz besondere Weise kennengerlernt. Einmal hat sie sogar eine Reise mit uns gemacht, um in Berlin eine Faust-Auffhrung zu sehen. Aber das Schnste war, wenn sie mit uns in die Kunsthalle ging, Emil Nolde, Wassilij Kandinsky und Franz Marc. An Marc hat sie uns den Expressionismus erklrt.
Aus einem Interview mit Katrin Seybold, 2000


Im Sommersemester 1939 beginnt Traute Lafrenz nach Abitur und Reichsarbeitsdienst zusammen mit ihrer Freundin Margaretha Rothe in Hamburg mit dem Studium der Medizin. Ende des Semesters leistet sie Erntehilfsdienst in Ostpommern. Dort lernt sie Alexander Schmorell kennen. Auch Schmorell beginnt 1939 mit dem Medizinstudium in Hamburg, bevor er 1940 an die Universitt Mnchen wechselt.

Ich wei bis heute nicht, wo das genau war, irgendwo in der Pommerschen Schweiz. (...) Eines Abends trafen wir uns zufllig an einem wunderschnen See mit herrlichen Tannen drum herum. Wir beide waren mit dem Rad da. Zwei Stunden haben wir zusammen ber Dostojewski und Tolstoi geschwrmt. Anschlieend sind wir auf unsere Rder gestiegen und haben uns nicht mehr gesehen.
Aus einem Interview mit Sibylle Bassler, 2006


Whrend der Studienzeit an der Universitt Hamburg bildet sich ein neuer Freundeskreis um Heinz Kucharski. Als er von Traute Lafrenz Ende 1942 ein Flugblatt der Weien Rose bekommt, spielen er und seine Freunde eine fhrende Rolle fr die Verbreitung der Flugbltter der Weien Rose in Hamburg.
Der Freundeskreis um Heinz Kucharski, das studentische Musenkabinett um die Medizinstudenten Rudolf Degkwitz und Albert Suhr, die Candidates of Humanity, eine oppositionelle Gruppe von jungen rzten am Universittskrankenhaus Eppendorf und der Kreis um den Chemiestudenten Hans Leipelt und seine Familie werden nach 1945 als Hamburger Zweig der Weien Rose bezeichnet.

Kucharski war neben den Beschuldigten Suhr und Margaretha Rothe der agitatorische Mittelpunkt einer losen Vereinigung von Staatsfeinden. (...) Hervorzuheben ist, dass es sich bei den Beschuldigten mit wenigen Ausnahmen um Angehrige gebildeter Kreise (Studenten, rzte, Kaufleute), also um Intellektuelle mit staatsverneinender Einstellung handelt. Ihr zersetzender Einflu geht ber den Kreis der in diesem Verfahren erfassten Beschuldigten infolgedessen weit hinaus. Daraus ergibt sich die groe Gefahr, die sie bis zu ihrer Festnahme gebildet haben. Als Haupttter sind die Beschuldigten Kucharski, Schneider, Spitzbart, Himpkamp, die Rothe und die Stahl anzusehen.
Auszug aus dem Strafverfahren gegen Kucharski und 23 weitere Personen wegen Vorbereitung zum Hochverrat, Wehrkraftzersetzung, Feindbegnstigung und Abhrens und Verbreitens von Nachrichten auslndischer Sender. Der Generalstaatsanwalt bei dem Hanseatischen Oberlandesgericht an den Oberreichsanwalt beim Volksgerichtshof, 6. November 1944

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