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Der Glaube ist keine solch einfache Sache, wie es uns erschien, in ihm geht nicht alles so glatt auf, wie man wohl gemeint hat und sich vielleicht auch wnschte, um mglichst wenig Unruhe zu verspren, denn das ist fr viele doch etwas reichlich Unangenehmes.

Willi Graf, 6.6.1942

Wanderausstellungen / Christoph Probst

Mnchner Freundeskreis

Alexander Schmorell und Christoph Probst sind seit ihrem gemeinsamen Mnchner Schuljahr 1935/36 eng befreundet. Fr Christoph Probst ist ihre Freundschaft von Anfang an unzerreibar.

Ferien in Ruhpolding, Bergsteigen und Skifahren werden gemeinsame Unternehmungen.
Auch Alexander Schmorell und Angelika Probst, Schwester von Christoph Probst, sind eng befreundet. Ihr Kontakt bricht auch nach ihrer Heirat
1938 mit Bernhard Knoop nicht ab.

Immer, wenn er in Mnchen war, besuchte er Alex. Was ich so nett fand an den beiden Freunden, war, dass sie immer Pfeife rauchten, das war Opposition gegen die Uniformierung. Sie hatten berall immer die Pfeife im Mund, ob sie rauchten oder nicht. Sonst waren sie vllig unauffllig und wortkarg, wenn wir ausgingen. Sie haben sich eigentlich immer mit Mimik verstndigt und waren oft auch sehr heiter.
Liselotte Frst-Ramdohr, eine Freundin von Alexander Schmorell, in: damit Deutschland weiterlebt

Wenige Wochen nach dem deutschen Angriff auf Polen am 1. September 1939 wird Christoph Probst als Unteroffizier zur Luftgausanittsabteilung 7 in Mnchen eingezogen. Bis September 1940 ist er im Fliegerhorst Schongau stationiert. Das folgende Wintersemester studiert Christoph Probst in Mnchen.
Hans Scholl und Christoph Probst lernen sich vermutlich im Mai 1941 auf einem der Leseabende kennen, die Alexander Schmorell im Hause seiner Eltern veranstaltet.
Unter dem Einfluss von Alexander Schmorell sind auch Christoph Probst und Hans Scholl von Russland fasziniert. Auf der Suche nach einer besseren Welt lesen sie christliche Literatur russischer Schriftsteller und Philosophen: Fjodor Dostojewski, Nikolai Lesskov, Nikolai Berdiajew und Fedor Stepun.

Wie sehr er den schnen Frhling 1941 in Mnchen geniee, das Treiben und Schlendern auf den Straen unter blauem Himmel und das Zusammensein mit seinem Freund Alexander Schmorell, beschreibt Christoph Probst in einem Brief an seine Schwester Angelika. Besonders das Erlernen der russischen Sprache beflgle ihn. Das Studium dieser fremden Laute und Schriftzeichen fiele ihm jetzt zu Anfang erstaunlich leicht.

Im Sommersemester 1942 studiert Christoph Probst mit Hans Scholl und Alexander Schmorell in Mnchen. Alexander Schmorell wird Taufpate des zweiten Sohnes Vincent. Wie wichtig Christoph Probst die Freundschaft zu Alexander Schmorell und Hans Scholl sei, schreibt er in einem Brief an seine Schwester Angelika im Juli 1942. Das Zusammensein mit ihnen sei immer sehr anregend, manches knnte er darber erzhlen. Gerade die Verschiedenheit ihrer Persnlichkeiten mache den Austausch so lebendig. Eine vllige bereinstimmung sei gar nicht so wesentlich.
Auch Willi Graf ist seit April 1942 zur Weiterfhrung seines Medizinstudiums in Mnchen. Er wird der Studentenkompanie zugeteilt, der Hans Scholl und Alexander Schmorell angehren. Im Mai 1942 tritt Graf einem privaten Fechtclub bei, in dem auch Wittenstein und Probst Unterricht nehmen.

Mit Christoph fhlte ich mich am meisten verbunden. Ich konnte mit ihm ber Dinge sprechen, die mich besonders bewegten. So haben wir sehr bald zueinander gefunden. Als wir zusammen in Mnchen studierten, waren wir ein paar Mal so in unsere Gesprche vertieft, dass er seinen letzten Zug verpasste Christoph wohnte ja nicht in Mnchen. Er bernachtete dann in meinem winzigen Zimmer, und zwar auf dem Fuboden. Ich habe sogar noch eine Aufnahme davon. Es gab auch Fotos, die ich beim Fechten von uns gemacht habe. Wir waren zu dritt. Christoph Probst und ich, spter kam auch Willi Graf dazu. (...) Er hatte Probleme, die keiner von uns kannte, denn er musste fr Frau und Kinder sorgen. Als Student war das eine enorme Verantwortung. Aus diesem Grund versuchten wir alle, ihn zu schtzen.
Aus einem Interview von Sibylle Bassler mit Jrgen Wittenstein,
in: Die Weie Rose. Zeitzeugen erinnern sich

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