Netzwerk Weiße Rose   Zitat Dr. Richard Wizsäcker

Netzwerk Weiße Rose

Vor dem Hintergrund des Vermächtnisses der Widerstandsgruppe Weiße Rose hat die Stiftung das Netzwerk Weiße Rose für junge Menschen ins Leben gerufen. Haltung und Hingabe, Fassung und Lebensform, das waren für die Studenten der Weißen Rose lebensnotwendige Elemente. Elemente, die ihnen das Leben unter der Herrschaft des Nationalsozialismus erst ermöglichten und die sie zum Widerstand befähigten. Dies war der Kern der Weißen Rose in ihrem Widerstand, dies ist der Kern der Stiftung in ihrer Erinnerung an Geschichte, die nicht Vergangenheit ist.
Und: Dies ist der Kern des Netzwerks Weiße Rose für gegenwärtiges Handeln.
Jugendliche, in der Regel Schüler, die sich zu zivilem Engagement entschieden haben und dieses auch verfolgen, sollen in Kontakt mit anderen kommen, die sich an anderen Orten mit anderen Inhalten, aber mit ähnlicher Intention engagieren. Darüber hinaus soll ihnen ein Netzwerk prominenter und etablierter Persönlichkeiten zur Verfügung stehen, die ihnen publizistisch, juristisch oder auch materiell helfen.
Kurz: Das Netzwerk soll nicht nur Jugendliche zusammenbringen, sondern ihnen auch weiterhelfen, wenn sie Hilfe brauchen und wollen.

Unser aller Wunsch ist es, dass das Netzwerk wächst. Wer immer Schul-Projekte vorstellen will, die zum Netzwerk passen, ist hierzu herzlich eingeladen. Bitte schreiben sie an
netzwerk 'at' weisse-rose-stiftung.de.
  ('at' durch @ ersetzen)

Das Netzwerk entsteht in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.

Mehr zu Idee und Ziel des Netzwerks

Alle Projekte finden Sie unter der Rubrik Projekte

 

Lehrerfortbildungstag 2015 in München

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Auf unserem Lehrerfortbildungstag "Spezifische Herausforderungen in der schulischen Vermittlung von NS-Diktatur und Widerstand in der Einwanderungsgesellschaft?" referierten
Prof. Dr. Magnus Brechtken, Stellv. Direktor Institut für Zeitgeschichte, über "Internationale Perspektiven bei der Vermittlung der nationalsozialistischen Herrschaft seit 1945",
Dr. Angela Kühner, Sozialpsychologin, Johann-Wolfgang-von-Goethe Universität Frankfurt, zur Frage "Othering: Erinnern sich Migrantenkinder wirklich anders?" und
Dr. Robert Sigel, Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, zur Fragestellung "Brauchen wir ein neues Geschichtsnarrativ? Veränderte Bedingungen schulischer Bildungsprozesse in der Einwanderungsgesellschaft".

Einladung zur Lehrerfortbildung 2015 (315 kByte)

Ablauf der Lehrerfortbildung 2015 (199 kByte)

Protokoll der Lehrerfortbildung 2015 (238 kByte)

 

Schülerinnen des SSG München gestalten Rahmenprogramm zur Werkschau "Sophie Scholl - So entsteht die Comic-Biografie"

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Die Werkschau „Sophie Scholl – So entsteht die Comic-Biografie“ wurde von Schülerinnen des Sophie-Scholl-Gymnasiums München mitgestaltet. In einer Lesung präsentierten sie, was ihnen die Widerstandskämpferin heute noch bedeutet. Das Projekt am Sophie-Scholl-Gymnasium München fand unter der Leitung des Deutsch- und Geschichtslehrers Frank Häuser statt. An Hand ausgewählter Tagebucheinträge und Briefwechsel von Sophie Scholl mit ihrem Freund Fritz Hartnagel, beschäftigten sich die Schülerinnen mit den Gedanken und Hoffnungen von Sophie Scholl. Für alle ist Sophie Scholl eine selbstbewusste junge Frau gewesen, die mutig für ihre Überzeugungen einstand.

Die Comic-Biografie „Sophie Scholl“ erschien 2015 im Knesebeck Verlag.

Lesen Sie hier die kurzen Statements der Schülerinnen und die vollständigen Arbeitsblätter:

 
(mehr) (285 Wörter)

Lehrerfortbildung 2014 in München

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Folgende Themen wurden beim Lehrerfortbildungstag am 15. Oktober 2014 in München behandelt:

  1. Laura Treml vom Institut für Bayerische Geschichte sprach über das Thema „Schulbenennungsprozesse bayerischer Schulen nach Mitgliedern der Weißen Rose“
  2. Dr. Gregor Pelger vom Bayerischen Kultusministerium berichtete aus einem Evaluierungsverfahren bezogen auf den Schulnamen „Kurt-Huber-Gymnasium“ und die Formulierung neuer Leitziele
  3. Dr. Robert Sigel von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit zeigte den Schulumbenennungsprozess am Beispiel des früheren Wernher-von-Braun-Gymnasiums in Friedberg
  4. Bei einer Plenumsdiskussion, moderiert von Dr. Hildegard Kronawitter mit Berichten von Lehrkräften über aktuelle Aktivitäten bei Namensträgerschulen ging es um die Frage „Sind wir, wie wir heißen? – unser Schulname im Alltag von Wissensvermittlung und Unterricht“

Wir danken Frau Dr. Ott-Meimberg und Markus Kirchner für die Erstellung der Protokolle.

Einladung (428 kByte)

Ablaufplan (212 kByte)

Protokolle (1306 kByte)

Anlagen zum Vortrag von Dr. Pelger (2182 kByte)

 

Jüdische Kindheitsgeschichten - Lernmaterial über Kinderrechte für Grundschulkinder

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Das Anne Frank Zentrum hat in Zusammenarbeit mit dem Centrum Judaicum, der Humboldt-Universität und Kinderexperten aus drei Berliner Grundschulen ein Lernmaterial entwickelt, mit dem Kinder der Klassen 4 bis 6 anhand von Biografien über Geschichte und Kinderrechte lernen können. Das Projekt wird im Rahmen des Programms MenschenRechteBilden der Stiftung EVZ gefördert.
Im März 2014 ist dieses Material im Metropol Verlag (ISBN 978-3-86331-166-7, EUR 19,90) erschienen.

Unter dem Titel „Nicht in die Schultüte gelegt“ werden Kindheitsgeschichten aus den 1930er Jahren von (ehemaligen) Berliner Jüdinnen und Juden erzählt und mit historischen Fotos gestaltet. Die Geschichten erzählen von der schleichenden Ausgrenzung bis hin zur völligen Entrechtung, erzwungenen Ausreise oder gar Ermordung in der Zeit des Nationalsozialismus.

Doch es geht nicht nur um die nationalsozialistischen Verbrechen. Vielmehr werden diese als Ausgangspunkt betrachtet und als Beispiele von Diskriminierung und Verlust aus der Vergangenheit mit den entsprechenden Artikeln der UN-Kinderrechtskonvention zusammen gebracht. So entsteht ein Gegenwartsbezug.

Weitere Informationen, Beschreibung des Lernmaterials und Bezugsquelle: Anne Frank Zentrum

 

Das Projekt "Vergessener Widerstand" geht in die 6. Runde!

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Mit dem Projekt „Vergessener Widerstand“ erinnern Schülerinnen und Schüler des Franz-Marc-Gymnasiums Markt Schwaben (Bayern) an kaum bekannte Formen der Gegenwehr vor Ort.

Im Januar 2014 wurde bereits die sechste Ausstellung eröffnet. Wie in der Beschreibung des Projekts zu lesen, geht es auch in diesem Teil um die vielen „kleinen Widerstände“, die alltäglichen, verborgenen und verbotenen Hilfen. Jede einzelne Ausstellungstafel der sechs Teile ist ein Zeugnis für den Mut, den so viele Einzelne in dem totalitären und von Gewalt geprägten Regime aufbrachten.

Mehr zum Projekt „Vergessener Widerstand“.

Ausstellungstafeln im PDF-Format und mehr zum Projekt auf der Homepage der Schule: Vergessener Widerstand

 

SchülerArbeiten zur Zeitgeschichte des Kurt-Huber-Gymnasiums Gräfelfing

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Die Schriftenreihe „SchülerArbeiten zur Zeitgeschichte“ wird vom Kurt-Huber-Gymnasium Gräfelfing in Zusammenarbeit mit der Weiße Rose Stiftung e.V. München und mit Unterstützung der Bayerischen Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit herausgegeben.

Durch diese Schriftenreihe sollen bemerkenswerte Arbeiten von Schülern einem größeren Publikum vorgestellt werden können.

Weitere Informationen und die bisher erschienenen Hefte als PDF-Dateien zum Download finden Sie auf der Website des Kurt-Huber-Gymnasiums Gräfelfing.

 

Ausstellung über Prozesse gegen Mitglieder der Weißen Rose im Justizpalast öffentlich zugänglich

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Willkür "Im Namen des Deutschen Volkes"
Die Prozesse gegen die Widerstandsgruppe Weiße Rose in München 1943
Eine Ausstellung des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz in Zusammenarbeit mit der Weiße Rose Stiftung e.V.

Am 22. Februar und am 19. April 1943 fanden im Justizpalast am Stachus in München vor dem Volksgerichtshof unter dem Vorsitz von Roland Freisler die ersten beiden Prozesse gegen Mitglieder der studentischen Widerstandsgruppe Weiße Rose statt. Sophie und Hans Scholl, Christoph Probst, Alexander Schmorell, Prof. Dr. Kurt Huber und Willi Graf wurden zum Tode und zehn weitere Angeklagte zu teils langen Freiheitsstrafen verurteilt.
Anklageerhebung, Verfahren und Urteilsspruch waren reine Willkür.

Die Ausstellung kann seit 17.9.07 besichtigt werden.

Ort, Anfahrt und Öffnungszeiten
Justizpalast, Prielmayerstraße 7, Saal 253
Haltestelle "Karlsplatz (Stachus)" der Linien U4, U5, Tram 16, 17, 18, 19, 20, 21 und 27 sowie aller S-Bahnen.
Geöffnet: werktags 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
außer vom 10.4. bis 31.5. und vom 10.10. bis 30.11.
Telefon: 089 / 5597-2550

 

Ein Projekt der Weiße Rose Stiftung e.V. Ein Projekt der Weiße Rose Stiftung e.V.