Netzwerk Weiße Rose   Zitat Dr. Richard Wizsäcker

"Zivilcourage kann man lernen"

  

Das Anne-Frank-Gymnasium in Erding ist seit 2001 (damals noch unter anderem Namen) "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" (SoR). Der damit verbundene Auftrag wurde seither durch eine Reihe von Projekten umgesetzt.

Überblick über die Projekte ab 2003:

2003

Entstehung einer neuen Hausordnung, die besonderes Augenmerk auf demokratisches Handeln legt und fordert, Rassismus in jeder Form entgegen zu wirken.
Ernst Grube wird als prominenter Zeitzeuge Schirmherr des Arbeitskreises "SoR".



2005

Namensgebung. Durch das Entstehen eines zweiten Gymnasiums in Erding wird eine Umbenennung nötig. Der Name "Anne-Frank-Gymnasium" ist fortan Verpflichtung und Programm. Sogenannte "Anne-Frank-Botschafter" führen durch die Ausstellung anlässlich der Umbenennung. Die Augsburger Puppenkiste kann als Unterstützer gewonnen werden. Mit einem eindringlichen Theaterstück gestaltet das Ensemble den Anti-Rassismus-Aktionstag mit den fünften Klassen. Das Theaterstück wird jährlich am Anne-Frank-Gymnasium und an anderen Schulen aufgeführt.

 

2006

Erweiterung der "Anne-Frank-Botschafter". Speziell geschulte SchülerInnen und LehrerInnen bringen nun Fünftklässlern das Leben der Anne Frank nahe und den Auftrag, der mit dem Namen für die Schule verbunden ist.

 

2009

Rauminstallation im Innenhof des Neubaus im Rahmen der Feierlichkeiten zum 80. Geburtstag von Anne Frank. Wir berichteten.

 

2009/2010

  • "Zivilcourage kann man lernen": Zwei ausgebildete Trainer der Münchner Polizei zeigen in einem halbtägigen Seminar den Jahrgangsstufen 8 - 13 , wie man sich in Bedrohungssituationen richtig verhält, wie man Hilfe holen oder bieten kann, ohne sich selbst zu gefährden.
  • Seminar "Rechtsradikalismus": In dem halbtägigen Seminar werden mit SchülerInnen ab der Jahrgangsstufe 8 Hintergründe und Ursachen des Phänomens erarbeitet.
  • "Perspektivwechsel": Alle Sechstklässler erleben in einem dreitägigen Seminar das Leben mit Behinderungen hautnah. Vorurteile und Ängste im Umgang mit Menschen mit Behinderung sollen so abgebaut werden.
    www.projekt-perspektivwechsel.de
    Zeitungsbericht zum Projekt "Perspektivwechsel" (923 kByte)
  • "Gleich und Gleich": Für alle Zehntklässler organisiert der Arbeitskreis "SoR" zusammen mit der Münchner Gruppe "Diversity" einen Workshop zum Thema "Lesbisch, schwul, bi- oder transsexuell".
  • Kommunikationsseminar: Mitglieder des Arbeitskreises "SoR" und die Anne-Frank-Botschafter trainieren ihre Kommunikationsfähigkeit und lernen, wie sie Projektgruppen leiten.
  • Interkulturelle Trainer: Jedes Jahr werden SchülerInnen des AFG zu Interkulturellen Trainern ausgebildet. Das Wochenend-Seminar findet in Bernried am Starnberger See statt und vermittelt den SchülerInnen Techniken, um aktiv gegen Rassismus arbeiten zu können.
  • Anti-Rassismus-Projekt: Alle Fünftklässler arbeiten einen Tag lang über das Thema "Rassismus in Schule und Gesellschaft". Höhepunkt ist die Aufführung des Theaterstücks durch die Augsburger Puppenkiste. Unterstützt werden die SchülerInnen durch Ernst Grube.
  • Konzert "Bass gegen Hass": Anti-Rassismus-Konzert zum Schuljahresende im Erdinger Jugendzentrum. Organisiert wird das Konzert vom Arbeitskreis "SoR" zusammen mit Arbeitskreisen der anderen Erdinger Schulen.

Weitere Aktionen sind auf der Homepage der Schule zu lesen.

 

Homepage der Schule: http://www.afg-erding.de
Arbeitskreis "SoR"

 

Ein Projekt der Weiße Rose Stiftung e.V. Ein Projekt der Weiße Rose Stiftung e.V.