Netzwerk Weiße Rose   Zitat Dr. Richard Wizsäcker

"Trainiert Eure Augen, Euren Kopf und Euer Herz"

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Inge Aicher-Scholl hat den Jugendlichen einst einen Rat mit auf den Weg gegeben. Daran hält sich die Sophie-Scholl-Gesamtschule in Hamm bis heute.

Was können die Mitglieder der Weißen Rose jungen Leuten heute noch bedeuten? Es kommt darauf an, wie man die Frage stellt. „Fragt nicht, ob Ihr Euch in einer derartigen Situation ebenso tapfer verhalten würdet wie sie. Fragt lieber danach, was Ihr tun könnt, dass es erst gar nicht zu einem solchen Terror-Zustand kommt“, riet Inge Aicher-Scholl den Schülerinnen und Schülern der Sophie-Scholl-Gesamtschule in Hamm. Diese Frage der Schwester von Hans und Sophie Scholl, die sie der Schule am 30. Mai 1990 ins Stammbuch schrieb, stellen sich die Schüler bis heute. Um den Grund für die Frage nicht zu vergessen, unterrichten alljährlich am Todestag von Sophie Scholl Schülerinnen und Schüler der Geschichtskurse der gymnasialen Oberstufe die fünften bis siebten Klassen. Eine weiße Rose ziert auch das Schulwappen.

 
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Wenn einer mehr tut, als er muss

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Dem Geschwister-Scholl-Gymnasium Bützow (Mecklenburg-Vorpommern) geht es nicht nur um ihr Land, sondern auch um die Welt.

Bützow ist eine kleine Stadt mit großer Vergangenheit. So stellt sich die Stadt in Mecklenburg-Vorpommern selbst vor. Zur großen Vergangenheit gehören auch dunkle Seiten. Wie in vielen Städten mussten auch in Bützow während der Nazi-Zeit Frauen und Männer aus Polen und der Sowjetunion rüstungsrelevante Zwangsarbeit leisten, wie in vielen anderen Städten wurde hier der jüdische Friedhof geschändet. Auch die fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen sind hier nicht vergessen, obwohl das schon siebzehn Jahre her ist. Für die Schülerinnen und Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasium Bützow ist die Erinnerung selbstverständlich. Und ebenso das Handeln. Das liegt auch an den Namensträgern der Schule, den Geschwistern Scholl.

 
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Im Auge behalten

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Eine Serviette gegen Rassismus – die Erich Kästner-Gesamtschule aus Essen hat aus ihrem ungewöhnlichen Kunst-Projekt ein Buch gemacht. Das dürfte viele interessieren.

Die Erich Kästner-Schulen gehört zu den ersten Schulen des Netzwerks Weiße Rose. Aus dem Projekt „Seien Sie ehrlich, auch Sie haben Gewichtsprobleme“, mit dem die Schule vor einem guten Jahr an der ersten Netzwerk-Woche teilgenommen hat, ist inzwischen ein Buch geworden. Das Buch trägt den Titel:

„Gewichtsprobleme?“

Es ist natürlich kein Diät- oder Kochbuch. Der Titel soll vielmehr zum Nachdenken anregen. Denn dass wollen Verfasser und Ideengeber mit ihrem Buch erreichen: Die Konfrontation mit sich selbst und die (ge)wichtige Frage nach dem eigenen Rassismus.

„Selbstaussagen zum Rassismus“

So lautet nämlich der Untertitel eines Buches, das auf künstlerische Weise, schreibend und zeichnend, danach fragt, wie es mit dem eigenen Rassismus in uns aussieht. Wir stellen das Buch hier vor, nicht nur um zu zeigen, was aus einem Projekt werden kann, sondern auch, weil es uns für alle Netzwerker interessant erscheint.

 
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Die andere Hälfte

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Schülerinnen und Schüler der Sophie-Scholl-Schule Leutkirch präsentieren sich mit ihrer Namensgeberin – buchstäblich: Kopf für Kopf

Ein halbes Bild von sich, daneben ein Satz von Sophie Scholl oder einem, der mit ihr zu tun hat. Schülerinnen und Schüler der Sophie-Scholl-Schule Leutkirch haben sich einmal ganz anders mit ihrer Namensgeberin befasst. Sie haben das Andere dem Eigenen hinzugefügt. Sie haben buchstäblich ihren Kopf um Sophie Scholl ergänzt und beide Hälften zusammengefügt. „Wir haben alle unsere Maßstäbe in uns selbst“, lautet das Motto der zweijährigen Berufsschule aus Baden-Württemberg. Bei den Bildern zeigt sich das in ganz besonderer Weise. Im Sinne dieses Satzes von Sophie Scholl sollen die Schülerinnen und Schüler erzogen werden und leben, und sie tun es. Alljährlich gedenken sie Sophie Scholl „in Würde, weil lebendige Erinnerung Kraft gibt und Wege weist“, wie es im Leitbild der Schule heißt: „Dabei zählt nicht allein das Handeln, sondern die Haltung, die dahinter steht.“

 
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Schüler suchen wahre Helden (II.)

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Anfang September startete der neue Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Thema: „Helden: verehrt – verkannt – vergessen“. Das Geschwister-Scholl-Gymnasium Münster ist dabei. Zum dritten Mal.

Was ist ein Held? Wer ist eine Heldin, wer ein Held? Sind es die Sockelhelden der Denkmäler, die Ehrenbürger der Stadt, die Empfänger der Münster-Nadel und der Paulus-Plakette? Finden wir in Münster auch „stille Helden“ und „Helden des Alltags“? Viele spannende Fragen verbinden sich mit diesen Stichworten. Und viele Möglichkeiten für uns Schülerinnen und Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Münster, bei der Spurensuche Licht in bisher dunkle, verborgene Nischen der Stadtgeschichte oder ihrer Familiengeschichte zu bringen.

Auch mit der Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten wollen die Schüler ein Zeichen setzen – wie schon mit ihrer Courage Schülerstiftung. Bereits zum dritten Mal beteiligen sich Schülerinnen und Schüler an dem Wettbewerb. Vor einem Jahr bekamen sie zweimal den dritten Preis.

 
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Schüler suchen wahre Helden (I.)

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Anfang September startete der neue Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Thema: „Helden: verehrt – verkannt – vergessen“. Die Geschwister-Scholl-Schule Forchtenberg ist dabei. Ihre Heldin steht schon fest.

Wer ist eine Heldin, wer ein Held? Für die Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Schule Forchtenberg ist die Antwort klar: Sophie Scholl. Denn Sophie Scholl wurde in Forchtenberg (Baden-Württemberg) geboren.

Beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten mit dem diesjährigen Thema: „Helden: verehrt – verkannt – vergessen“ können Kinder und Jugendliche ein halbes Jahr an ihrem Wohnort oder in ihrer Region auf historische Spurensuche gehen. Sie recherchieren in Archiven und befragen Zeitzeugen und Experten. Für die Schülerinnen und Schüler der achten Klasse der Geschwister-Scholl-Schule Forchtenberg stand schnell fest, dass Sophie Scholl ihre Heldin sein würde. Schließlich ist Forchtenberg ihr Geburtsort. Und so heißt ihr Projekt: „Sophie Scholl – kurzes Leben für die Freiheit“.

 
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Kerzen, Flugblätter und eine Todesanzeige

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Die Geschwister-Scholl-Realschule Betzdorf (Rheinland-Pfalz) fühlt sich nicht nur ihrem Namen verpflichtet, sondern auch ihrer Auszeichnung als SOR-Schule. Darum tut sie viel gegen Ausländerfeindlichkeit und für das Erinnern. Mit Flugblätter wie ihre Namensgeber – und einer Todesanzeige.

Jahr für Jahr erinnern Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule Betzdorf an Hans und Sophie Scholl. Als Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage (SOR) ist es für sie selbstverständlich, dabei auch auf aktuelle Probleme der Ausländerfeindlichkeit aufmerksam zu machen. Keine Gegenwart, keine Zukunft ohne Vergangenheit. Das wissen sie.

Zum Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus hatten sich Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule in diesem Jahr etwas Besonderes ausgedacht: Eine Reihe mit Kerzen lenkte den Blick der Mitschüler zum Kunstwerk auf dem Schulhof: „Man befindet sich stets in der Mitte eines Weges, in der Mitte von etwas“. Den Weg, den die Schüler einschlagen wollen, haben sie mit Hilfe von Flugblättern demonstriert, die auch an jeder Klassentür hingen. Und in allen Klassenräumen hing eine Todesanzeige für Hans und Sophie Scholl, die vor 65 Jahren ermordet wurden.

 
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Courage Schülerstiftung - Schüler setzen Zeichen

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Wo die Hilfe des staatliche Bildungssystems aufhört, fängt das außerschulische Engagement der Schüler am Geschwister-Scholl-Gymnasium Münster an – mit der ersten Schülerstiftung Nordrhein-Westfalens

Unsere Schülerstiftung geht davon aus, dass viele Schüler Unterstützung und Motivation in ihrer schulischen Laufbahn brauchen, die sie von unserem jetzigen Bildungssystem jedoch nicht immer erwarten können. An dieser Stelle setzen wir an und versuchen den Schülerinnen und Schülern die Hilfe zu geben, die sie brauchen. Diese Unterstützung besteht unter anderem aus Nachhilfeunterricht, persönlichen Patenschaften und Ferienworkshops.

Die Schülerstiftung Courage geht aus einer Initiative der Abiturientia ’06 unseres Gymnasiums hervor. Die Abiturienten erkannten nicht nur das Problem ungleicher Bildungschancen, sondern auch, dass vielen Schülern nicht bewusst ist, wie wichtig Bildung für ihr späteres Leben ist. Dadurch haben viele Schüler, die von ihren Eltern nicht im selben Maße unterstützt werden können wie andere, bei der „Sortierung“ nach der Grundschule viel schlechtere Chancen auf ein Gymnasium zu kommen als ihre Mitschüler. So von vorneherein „aussortiert“, gelingt diesen Schülerinnen und Schülern nur sehr selten ein ähnlich guter Start ins Berufsleben wie ihren ehemaligen Mitschülern. Diese Fakten gaben den Ausschlag zur Gründung der Stiftung Courage, die durchaus an das Vorbild der Schüler, die Geschwister Scholl, anknüpfen soll. Die Freunde des Netzwerks kennen uns schon. Bereits im April haben wir unser Schulprogramm vorgestellt.

 
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"Wer ehrlich ist, hat ein gutes Gewissen"

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Mit einem Wertekalender und einer Litfaßsäule stellt die Geschwister-Scholl-Schule Crailsheim-Ingersheim Wertevermittlung in den Mittelpunkt des Schulalltags. Im Grunde tun dies vor allem die Schüler selbst.

Als vor mehr als 150 Jahren die ersten Litfaßsäulen aufgestellt wurden, war den Nutzern der Vorteil schnell klar: Hier konnte man für alle sichtbar gut werben, hier konnte man aber auch sein Anliegen vorbringen, seine Meinung frei äußern. Das hat sich durchgesetzt: Inzwischen gibt es in Deutschland mehr als 51.000 Litfaßsäulen – eine wichtige nicht mitgerechnet: die Litfaßsäule der Geschwister-Scholl-Schule Crailsheim-Ingersheim in Baden-Württemberg. Sie spielt eine zentrale Rolle für die Wertevermittlung in der Schule.

Dem Werteverfall die Stirn zu bieten, hat an der Geschwister-Scholl-Schule Crailsheim-Ingersheim von jeher eine große Rolle gespielt; nicht nur, aber auch wegen ihres Namens; nicht nur, aber auch, weil Hans Scholl am 22. September 1918 in Ingersheim bei Crailsheim geboren wurde. Längst sind die Schüler einbezogen, längst gestalten sie, worum es geht allen geht: in Form eines Wertekalenders und eben: in Form der Litfaßsäule, an der sie monatlich wechselnd Werte darstellen. Die Wertevermittlung steht neben der Erinnerung an die Geschwister Scholl und der Arbeit als UNESO-Projektschule im Mittelpunkt der Schule.

 
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Innen und Außen

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Wenn es um Gefühle von ehemaligen Zwangsarbeitern geht und man sich selbst damit beschäftigt, geht das ins Herz: die neue Ausstellung im Bunker der Sophie-Scholl-Oberschule Berlin

Netzwerker kennen das Projekt: der Hochbunker auf dem Gelände der Sophie-Oberschule Berlin, der heute ein Ort der Erinnerung ist. Nun gab es dort eine neue Ausstellung. Die hatte es in sich. Der Titel lautete „Innen und Außen“. Was die Schüler daraus machten, war ihnen überlassen. Aber das Thema war durchaus mehrdeutig gemeint.

 
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Gold für Menschenrechte - Werte im Schuhkarton

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Goldregen für China bei den Olympischen Spielen. Doch verdient Peking auch Gold für Menschenrechte? – Jeder hat seine eigene Welt. Doch passt die auch in einen Schuhkarton? Das Geschwister-Scholl-Gymnasium Lüdenscheid hat sich beiden Fragen gestellt.

Jeder Mensch hat persönliche Werte, nicht nur Erwachsene, sondern auch Schüler. In ihrer Ausstellung „Werte Welten Schuhkarton“ präsentieren Schülerinnen und Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Lüdenscheid ihre eigene Welt. Eine kleine Almhütte, ein Lesesaal als Sportstätte, der Eingang zum Meer mit einem gigantischen Ohr.

Werte spielen für die Schüler aus Lüdenscheid eine große Rolle. Zuletzt informierten sie sich über die Lage der Menschenrechte in China. Aktueller Aufhänger: Die Olympischen Spiele in Peking. Seit Jahren befasst sich die Schule mit Fragen der Menschenrechte, vor allem mit denen bei uns. Ob es Projektstunden gegen rechte Gewalt sind, ein Sponsorenlauf gegen Rechts mit dem Titel „Schritte gegen Tritte“, Theateraufführungen oder vieles andere. Als sich die Schule 1959 den Namen „Geschwister-Scholl-Gymnasium“ gegeben hatte, sagte der damalige Stadtdirektor im Hinblick auf das Erbe der Namensgeber: „Diesen Boden weiter zu pflegen und zu hüten, das soll die Aufgabe der neuen Schule sein, um eines Tages dort, wo es Not tut, für das eigene Leben und das der Mitmenschen einstehen zu können.“

 
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Lückenloses Bekenntnis

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Hand in Hand bildeten mehr als 1700 Schüler der Geschwister-Scholl-Schule Bensheim eine Menschenkette gegen Rassismus um die Schule. Weil ihre Namensgeber ihren Kampf mit ihrem Leben bezahlen mussten und weil an ihrer Schule mehr als fünfzig Nationen vertreten sind.

Seit drei Jahren gibt es an der Geschwister-Scholl-Schule (GSS) Bensheim (Hessen) einen besonderen Projekttag, der an den Todestag von Hans und Sophie Scholl, an deren Kampf gegen Rassismus, Faschismus und die ganze damit verbundene Ungerechtigkeit erinnern soll. Nun wurde die GSS als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet. Das wurde gefeiert: mit einer Menschenkette, an der nicht nur Schülerinnen und Schüler aller Klassen, sondern auch deren Lehrer teilnahmen. Minutenlang standen sie Hand in Hand mit dem Rücken zur Schule: eine beschützende Geste und ein Zeichen dafür, dass dem Rassismus am GSS Bensheim die „rote Karte“ gezeigt wird.

 
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Der Einzelne zählt - die einzelne Tat

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Mit dem Projekt „Vergessener Widerstand“ erinnern Schülerinnen und Schüler des Franz-Marc-Gymnasiums Markt Schwaben (Bayern) an kaum bekannte Formen der Gegenwehr vor Ort
Das Projekt umfasst mittlerweile 6 Teile.

Von den „großen Widerständen“ in der Zeit des Nationalsozialismus haben viele schon viel gehört, vom 20. Juli 1944, vom Kreisauer Kreis und – natürlich – von der Weißen Rose. Das ist gut, und das ist wichtig. Doch was ist mit den vielen „kleinen Widerständen“, den alltäglichen, den verborgenen, den verbotenen Hilfen, dem Mut vieler Einzelner? Wer weiß davon? Das Franz-Marc-Gymnasium Markt Schwaben hat sich dieses Themas angenommen. Der unbekannte Widerstand der regionalen und lokalen Geschichte steht im Mittelpunkt des Projekts, das die Weiße Rose Stiftung e.V. mit dem Franz-Marc-Gymnasium Markt Schwaben in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit durchführt. Damit man etwas weiß über seine Wurzeln. Damit junge Leute auch heute zu zivilem Engagement ermutigt werden. Damit die Generationen miteinander ins Gespräch kommen. Dass das funktioniert, sieht man daran, dass das Projekt mittlerweile sechs Teile umfasst.

 
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Schulsanitätsdienst - warum ...?

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... weil der Schülerversicherung jährlich mehr als eine Million Unfälle gemeldet werden. Die Geschwister-Scholl-Regelschule Bad Blankenburg hat als erste Schule Thüringens einen Schulsanitätsdienst gegründet – auf Initiative zweier Schüler.

Im Oktober 1996 sah der Schüler Daniel Schirch in der RTL-Sendung Notruf einen Beitrag über eine Schulsanitätsdienstgruppe. In diesen Beitrag wurden an Hand der Rekonstruktion eines tatsächlich an einer Schule passierten Unfalles die Funktion und die Aufgabe solch einer Schulsanitätsdienstgruppe dargestellt. Unmittelbar nach dieser Fernsehreportage entschlossen sich die beiden Schüler und späteren Initiatoren Daniel Schirch und Stefan Gulden, damals beide Schüler der neunten Klasse, dazu, dieses Projekt der Schulleitung vorzustellen. Sie baten die Schulleitung gleichzeitig um die Erlaubnis, solch eine Gruppe auch an der Geschwister-Scholl-Schule aufzubauen. Nachdem man den Vorhaben zustimmte, dauerte es nicht lange bis das erste Treffen mit den durch Plakate geworbenen interessierten Schülern und den zuständigen Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Rudolstadt e.V. statt fand. So war die erste Schulsanitätsdienstgruppe in Thüringen gegründet. Es gibt sie bis heute. Die Schulsanitäter sind ein Gewinn für die ganze Schule, nicht nur weil sie helfen können, sondern auch, weil sich ihr Dienst positiv auf das gesamte Schulklima auswirkt.

 
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"Die Weiße Rose lässt Euch keine Ruhe"

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Vor fast sechzig Jahren bekam das Geschwister-Scholl-Gymnasium Freiberg in Sachsen seinen Namen. Nun erinnern Schülerinnen und Schüler an die Geschwister Scholl: mit einem Theaterstück, einem Lied und – einem außergewöhnlichen Mobile.

Elf Meter hoch ist das Mobile, das über alle drei Stockwerke im Treppenhaus der Schule reicht. Koffer hängen daran, Flugblätter, Fotos der Mitglieder der Weißen Rose, Lebensläufe. Über die ganze Länge zieht sich wie eine Spirale das Grundanliegen der Gruppe, die den Schülern wichtig ist: WIR SCHWEIGEN NICHT DIE WEISSE ROSE LÄSST EUCH KEINE RUHE. – Ganz unten übrigens hängt ein Plakat von einer Aufführung von Schülerinnen und Schülern der Klassen acht bis zehn. Sie haben ein Theaterstück über die Geschwister Scholl gezeigt – und das Lied „Sophie“ gesungen. Das Lied stammt von der Kunstlehrerin Isolde Lommatzsch. Im September wird das Stück wieder aufgeführt: da jährt sich die Namensgebung der Schule zum 60. Mal.

 
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"Die Welle"

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Das Buch kennen viele, auch die Filme sind bekannt. Das Hans und Sophie Scholl-Gymnasium Ulm jedoch hat „Die Welle“ nun als Theaterstück aufgeführt – mit großem Erfolg.

„Stärke durch Disziplin! Stärke durch Gemeinschaft! Stärke durch Aktion! Kommt und werdet Mitglied bei der Welle!“ Es läuft einem schon kalt den Rücken herunter, wenn man das nur hört. Wie muss es einem erst gehen, wenn man das „erlebt“. Schülerinnen und Schüler des Hans und Sophie Scholl-Gymnasiums Ulm haben es „erlebt“. Sie haben das Experiment „Die Welle“, das als Buch ebenso bekannt ist wie als Film, gespielt. Die Theateraufführungen wurden ein voller Erfolg, und das wirkt nach. Netzwerkern ist die Schule übrigens bekannt. Von ihr stammt das Projekt „Flugblätter für heute“.

 
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Das freie Drittel

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Zwei Drittel Bildungsplan, ein Drittel Eigengestaltung, so sehen es die Lehrpläne vor. Die Geschwister-Scholl-Hauptschule Mannheim nutzt dieses Drittel für ihr Projekt „Soziales Lernen“.

Schüler helfen Schüler. Senioren helfen Schülern. Schüler helfen Alten und Behinderten. Anderen helfen – Menschen in fremden Lebenssituationen –, mit Situationen umgehen, die man nicht kennt, menschliche Grenzsituationen erfahren wie Schwäche, Leid und Tod, eigene Krisen bewältigen, Streit an der Schule schlichten – die Palette der Aktivitäten der Geschwister-Scholl-Hauptschule Mannheim im freien Drittel ist breit. Im Mittelpunkt steht die Erziehung zu eigenverantwortlichem Denken und Handeln (EV). 2001 wurde das EV-Projekt im Namen der Hertie-Stiftung vom damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau ausgezeichnet. Und es funktioniert noch immer.

 
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Flugblätter für heute

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Die Geschwister Scholl stammten aus Ulm. Auch dort versteckten sie Flugblätter. Das Hans und Sophie Scholl-Gymnasium nahm das zum Anlass für eine aktuelle Flugblattaktion.

Acht Jahre ging Sophie Scholl in Ulm zur Schule. Das wissen einige. Doch nur wenige wissen, dass in der Kirche nebenan Flugblätter versteckt waren, rund 2000 Exemplare des 2. Blattes. Sophie hatte sie aus München zu ihren Freunden, den Pfarrerskindern Hirzel gebracht. Sie lagen auf der Orgelempore der Martin-Luther-Kirche und wurden dort postfertig gemacht. Der Nachfolgebau der Schule trägt heute den Namen Hans und Sophie Scholl-Gymnasium. Wen wundert es da, dass sich die Schule ihren Namensgebern besonders verbunden fühlt? Wen kann es wundern, dass gerade in Ulm neue, aktuelle Flugblätter erstellt wurden, „Flugblätter für heute“? Die Aktion lief im Rahmen des Scholl-Projekts „Hans und Sophie Scholl – Unsere Welt“ im Jahr 2005. Immer wieder befasst sich die Schule mit den Themen von damals, die auch heute noch wirken, zum Beispiel erst kürzlich im Rahmen einer Theatervorführung des Stückes „Die Welle“. Doch dazu später mehr.

 
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Nicht nur Vorteile nutzen ...

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... sondern auch Verantwortung übernehmen: Das Geschwister-Scholl-Gymnasium Velbert nimmt das Vermächtnis seiner Namensträger Hans und Sophie ernst – im Leitbild und bei der Streitschlichtung.

Dem Geschwister-Scholl-Gymnasium Velbert ist es wichtig, in Erinnerung an Hans und Sophie Scholl zu handeln. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich für die Erhaltung der Selbstbestimmung des Menschen einsetzen. So sagt es das Leitbild der Schule. Und so machen es die Schüler – auch bei „Ginkgo“, ihrem Streitschlichtungsprojekt.

Die Schüler sollen eigene Erfahrungen machen und Zivilcourage zeigen, sie sollen sich für den Schutz anderer einsetzen und gegen Ungerechtigkeit eintreten. Denn auch die Verantwortung als freie Menschen gehört zur Demokratie. Das wissen die Schüler.

 
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Die braune Falle

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Einmal im Jahr befasst sich die Geschwister-Scholl-Schule Tübingen gesondert mit dem Thema Rechtsextremismus. In diesem Jahr mit einer Ausstellung.

Nicht nur der Schul-Name verpflichtet - auch der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. An der Geschwister-Scholl-Schule Tübingen findet darum jedes Jahr eine Aktion zu diesem Thema statt. 2008 wurde die Ausstellung: „Die Braune Falle – Eine rechtsextremistische Karriere“, erarbeitet und zusammengestellt vom Bundesamt für Verfassungsschutz, an die Schule geholt. Vom 24.4. bis 9.5.2008 war sie an der Schule zu sehen.

 
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Ein Projekt der Weiße Rose Stiftung e.V. Ein Projekt der Weiße Rose Stiftung e.V.